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Gotik, schwarze Madonnen und Freimaurerei am 22.03.2018

Heidelberger Gespräche | Gästeabend | Donnerstag 22. März 2018 | 19.00 Uhr
im Logenhaus Schwarzwaldstr. 29-31 in 69124 Heidelberg

Gotik, schwarze Madonnen und Freimaurerei
Ein Abriss vom ägyptischen Korngiro über die Kathedralen bis zur Gegenwart

Bernhard Lietaer führt sachkundig durch die Jahrtausende der Entwicklung der Macht des Geldes bis zu unserem heutigen Währungssystem und zeigt dabei mögliche Berührungspunkte zur Freimaurerei auf. Er verknüpft die historischen Perioden des ägyptischen Korngiro und der mittel-alterlichen Brakteaten (Münzmedaillen) und proklamiert damit einen historischen Zusammenhang zwische Archetypen und Währungssystemen. Beide Perioden stehen für Bernhard Lietaer nicht nur für kulturelle Höchstleistungen, sondern auch für einen besonderen Stellenwert des Weiblichen, also den Archetyp der "Großen Mutter", manifestiert im mittelalterlichen Madonna- und dem ägyptischen Isis-Kult.   .


An führender Stelle in der Belgischen Zentralbank zeichnete Bernhard Lietaer verantwortlich für die Einführung des ECU, des Konver-genzmechanismus der zur europäischen Einheitswährung führte. In seiner Funktion als Manager eines der erfolgreichsten Offshor-Währungsfonds in den Jahren 1989 bis 1992 kürte ihn Business Week zum "Top-Weltwährungshändler". Lietaer war Berater von multi-nationalen Konzernen wie von Regierungen in Entwicklungsländern. Er unterrichtete als Gastprofessor an der Sonoma State University archetypische Psychologie. Derzeit ist er Research Fellow am Center for Sustainable Resources der University of California in Berkely.

Aufbauend auf Carl Gustav Jungs Konzept der Archetypen legt Bernhard Lietaer den emotionalen Ursprung unseres Geldsystems frei. Der Archetyp der Großen Mutter, das Symbol für Natur, Fruchtbarkeit und Überfluss, wurde meistens gewaltsam unterdrückt. Die Schwarze Madonna im Mittelalter, als bedeutende Ausnahme dieser Unterdrückung, ist ein völlig einzigartiges Phänomen in der gotischen beziehungsweise roma-nischen Kunstgeschichte. Sie war der esoterische Mittelpunkt der wiederauflebenden Verehrung der Großen Mutter in dieser Zeit. Die Spur der schwarzen Madonna führt direkt nach Ägypten und zu einer weiteren wichtigen Ausnahme bei der Unterdrückung der Großen Mutter: Zum Isis-Kult. Im 10. bis 13. Jahrhundert gab es hunderte von Schwarzen Madonnen, die ursprünglich Statuen der Göttin Isis mit ihrem Sohn Horus auf dem Schoß waren. Diese Figuren sind von den Kreuzrittern direkt aus Ägypten importiert worden. Ihr spezieller waagrechter Stuhl wurde cathedra genannt und interessanterweise war es gerade dieser Stuhl, der im alten Ägypten das Symbol für Isis darstellt.

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Der Eintritt ist frei.